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Freitag, 15 Februar 2008

Schlechte Noten beim Datenschutz

Gespeichert unter: Der Gast, Hotellerie, Management, Marketing, Recht — Thomas Hendele @ 12:38

Stuttgart – Das sollte Hoteldirektoren aufhorchen lassen: Der Big Brother Award 2007 in der Kategorie Verbraucherschutz geht unter anderem an die internationale Hotellerie in Deutschland. Dieser Award ist ein Negativpreis, der jährlich in mehreren Ländern an Behörden, Firmen, Organisationen und Personen in verschiedenen Kategorien vergeben wird. Die Preise werden, so die Stifter, an diejenigen verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Personen beeinträchtigen oder Dritten persönliche Daten zugänglich gemacht haben oder machen.

Begründung der Jury-Entscheidung: Die Hotels erfassen und speichern zentral äußerst sensible persönliche Daten der Gäste, ohne dass diese davon wissen. Zu den gespeicherten Daten gehören die Trink- und Essgewohnheiten, Pay-TV Nutzung, Allergien, Kontaktadressen, Kreditkartendaten, Sonderwünsche und Beschwerden. Der Award wurde mit den Worten Friedrich Schillers übergeben: “Hier wendet sich der Gast mit Grausen. So kann ich hier nicht ferner hausen.”

Die deutschen BigBrotherAwards werden vom Bielefelder FoeBuD e.V. organisiert. Der FoeBuD gründete sich 1987 als Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs.

www.foebud.org
Quelle: www.ahgz.de

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