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Dienstag, 4 März 2008

Berentzen: Wieder rote Zahlen

Die Berentzen-Gruppe AG muss 2007 gegenüber dem Vorjahr einen deutlich höheren Verlust hinnehmen. Das operative Ergebnis sank auf minus 9 Mio. Euro, nach einem bescheidenen Plus von 500.000 Euro im Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich nach vorläufigen Zahlen auf 11,4 Mio. Euro. 2006 war das Defizit mit 700.000 Euro deutlich geringer ausgefallen. Der Konzernumsatz ohne Branntweinsteuer legte von 180 Mio. auf fast 186 Mio. Euro zu. Berentzen war schon 2003 in rote Zahlen gerutscht. Durch den Verkauf einer Beteiligung am norwegischen Konzern Arcus im Jahr 2005 verbesserte sich kurzfristig die Bilanz. Ende 2006 entschloss sich das Unternehmen zu einer Neuausrichtung mit Konzentration auf die Kernmarken. “Die neue Geschäftspolitik ist darauf ausgerichtet, die Ertragskraft durch mehr Markengeschäft zu erhöhen und das Unternehmen nachhaltig profitabel zu machen”, so Vorstandsvorsitzender Axel Dahm.

Durch den Strategiewechsel will Berentzen 2009 wieder schwarze Zahlen schreiben. Belastet hätten im vergangenen Jahr vor allem die Marketinginvestitionen für die Marke Berentzen. Außerdem beeinflussten höhere Rohstoffpreise und geringere durchschnittliche Netto-Erlöse pro Flasche das Ergebnis. So sei der Absatz bei Spirituosen von knapp 93 auf rund 104 Mio. 0,7- l-Flaschen gestiegen, dieses Wachstum stamme aber zu großen Teilen aus dem wenig lukrativen Geschäft mit Handels- und Zweitmarken. In diesem Segment hätten gestiegene Produktionskosten aufgrund langfristiger Lieferverträge nicht an den Handel weitergegeben werden können. Immerhin sei der Absatz der Dachmarke Berentzen im vergangenen Jahr wieder geklettert. Die endgültigen Zahlen 2007 sollen am 26. März präsentiert werden.

Quelle: www.gastronomie.de

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