Dass Japan in puncto Technik sowohl dem Alten als auch dem Neuen Kontinent stets um eine Nasenlänge voraus ist, das ist kein Geheimnis. Wenn aber in diesem hochtechnisierten Land das Hotel einer asiatischen Gruppe entsteht, die ohnehin für Luxus und Innovationen bekannt ist, dann darf man auf Gästezimmer der ganz besonderen Art gespannt sein – nicht nur wegen ihrer standardmäßigen Nagellacktrockner.
Die Rede ist vom neuen Peninsula in Tokio, das im September im Herzen der japanischen Metropole seine Tore geöffnet hat. Auch der achte Ableger der Luxushotelgruppe bietet wie die Schwesterhäuser in Peking, Hongkong, Manila, Bangkok, New York, Chicago und Beverly Hills eine Fülle von Annehmlichkeiten, die weit über das übliche Angebot eines Hotels hinausgehen. Da wäre das Wedding-Center mit hauseigener Hochzeitskapelle zu nennen, die große Rolls-Royce- und BMW-Flotte oder die fünf Top-Restaurants unter der Regie des deutschen Executive Chefs Gerhard Droll.
Ganz neu sind all diese Vorzüge freilich nicht – es gibt sie auch in anderen Top-Hotels. Neu und schlichtweg einzigartig ist aber das, was den Gast auf seinem Zimmer beziehungsweise seiner Suite erwartet. Die Bandbreite an technischen Innovationen in den 364 Refugien reicht vom Nagellacktrockner über einen speziellen “Spa-Button” und diverse Bluetooth-Einrichtungen bis hin zu Mehrfachsteckdosen, die Adapter überflüssig machen. Entwickelt wurden diese Features von einem 20-köpfigen Ingenieursteam, das nur ein Ziel verfolgt: dem Gast bedienerfreundliche Technik zu offerieren. Peninsula ist übrigens die einzige Hotelgruppe weltweit, die über eine derartige Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich Hotelzimmer-Technologie verfügt.
Ausgeklügelte Kommunikation
Eine Kreation dieses Research & Technology Departments ist das WiFi-System auf den Zimmern in Kombination mit der Telekommunikationsanlage. Damit werden beispielsweise – bei entsprechender Konfiguration – ankommende Handy-Gespräche automatisch via Bluetooth auf alle Apparate im Hotelzimmer weitergeleitet. Gleiches gilt für Skype-Telefonate. Darüber hinaus steht dem Gast ein mobiles Telefon zur Verfügung, das im gesamten Hotel wie ein Gästetelefon funktioniert, außerhalb des Peninsula aber als mobiles Gerät für Anrufe innerhalb der Region Tokio genutzt werden kann. Weitere Details, die das Telefonieren angenehmer gestalten, sind eigens entwickelte Pads an den Hörern, die verhindern sollen, dass dieser aus der Hand rutscht oder – zwischen Schulter und Kopf geklemmt – herunterfallen kann. Zudem werden eingehende Anrufe bei ausgeschaltetem Zimmerlicht durch das Aufflackern der über dem Telefon befindlichen Wandbeleuchtung signalisiert. Abgerundet wird das Kommunikationspaket in den Zimmern, die mit mindestens 51 Quadratmetern zu den größten in Tokio gehören, durch einen kostenfreien Breitband-Internetzugang und ein Faxgerät, das – verbunden mit einem Laptop – auch als Drucker fungiert.
Nicht fehlen darf in den Refugien des Peninsula Tokio natürlich eine Konsole am Bett, von der aus sämtliche elektrischen Geräte einfach auf Tastendruck bedient werden können: Klimaanlage, Telefone, Leuchten, Wecker, die “Bitte nicht stören”-Anzeige sowie das Audio- und Videosystem. Über das aktuelle Wetter informiert eine Anzeige an der Tür, an der Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit abzulesen sind.
Auch für die Badezimmer hat sich das Peninsula-Strategieteam eine Neuheit einfallen lassen: den »Spa-Button«. Beim Drücken dieses Knopfes wird die Beleuchtung phasenweise gedämpft, die digitale Anzeige der Uhr im Spiegel erlischt, entspannende Spa-Musik erklingt und an der Tür sowie bei eingehenden Anrufen erscheint bzw. erklingt das “Do not disturb”-Zeichen.
Zu weiteren nützlichen Extras auf den Zimmern des “Pen” gehören moderne Raumluftbefeuchter sowie eine Schuhbox, die automatisch ein Signal an die Servicekräfte aussendet: Stellt man am Abend die Schuhe in die Box, findet man am nächsten Morgen nicht nur diese geputzt wieder, sondern auch eine druckfrische Zeitung.
Was fehlt noch auf dem Weg zum perfekten Hotelzimmer? Richtig, ein Radio- und TV-System, das keine Wünsche offen lässt. Im Peninsula bedeutet dies: 3000 Radiosender, die automatische Einstellung des Zimmerradios auf das Herkunftsland des Gastes, eine enorme Auswahl an Kabel-, Satelliten- und Informationsprogrammen sowie ein umfangreiches Angebot an Videofilmen, von denen einige kostenlos sind. Last but not least wird dem Gast das “Peninsula Lifestyle-Programm” offeriert, das eine Vielzahl an Reise-, Musik-, Mode-, Fitness- und Wellnessbeiträgen in verschiedenen Sprachen umfasst.
“Es geht darum, dass wir den Wünschen unserer Gäste nicht nur entgegenkommen, sondern sie vorwegnehmen und mit unserer Technik darauf antworten”, erläutert Fraser Hickox, Leiter des Electronic Services Departments von Peninsula, die Entwicklungen im neuen Haus der Gruppe. Und letztlich galt es auch, einen Ruf zu verteidigen – denn wo sonst lassen sich technische Innovationen besser realisieren als in der vielleicht modernsten Stadt der Welt.
http://tokyo.peninsula.com
Quelle: TOP Hotel