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Montag, 10 März 2008

Wem gehört der Gastronom? – Klarstellung nach verwirrendem Statement

Bitburger dementiert Pläne für eigene Gastronomiekette

Bitburg - Die Bitburger Braugruppe dementiert einen Bericht des Handelsblatts vom 05. März 2008 über Pläne zur Gründung einer eigenen Gastronomiekette. Die Zeitung hatte Peter Rikowski, den Sprecher der Geschäftsführung der Braugruppe, mit dem Satz zitiert: „Wir wollen unseren Gastronomen einen Systematisierungsgrad geben, wie ihn die Systemgastronomie besitzt“ und daraus den Schluss gezogen, Bitburger plane eine eigene Gastronomiekette nach angelsächsischem Vorbild. „Das Zitat war korrekt, die Schlussfolgerungen daraus allerdings falsch“, so Kerstin Flötner, Leiterin Unternehmenskommunikation der Bitburger Braugruppe.

 “Angesichts der schwierigen Lage, in der sich Gastronomen momentan befinden, haben wir ein Konzept entwickelt, das unseren Kunden die  Systematisierung und Professionalisierung in wichtigen Bereichen des Gastronomiemanagements ermöglicht. Ein zentraler Baustein des Konzepts ist das neue Gastronomieportal, welches die Bitburger Braugruppe auf der INTERNORGA 2008 vorstellt“, erklärt Flötner weiter.

Diese Maßnahmen sollen helfen, den Individualgastronomen zu stärken. Auf keinen Fall tritt die Bitburger Braugruppe mit diesem System in Konkurrenz zu den eigenen Kunden. Die Einführung einer Gastronomiekette nach angelsächsischem Vorbild durch die Bitburger Braugruppe ist nicht geplant.

Die Gastronomie in Deutschland kämpft seit Jahren mit sinkenden Gästezahlen und rückläufigen Umsätzen. Das jüngst in Kraft getretene Rauchverbot wird diese Entwicklung tendenziell noch verschärfen.

Kommentar von R. Willing (gastronomie.de):
Das Dementi der Brauerei ist nicht weniger verwirrend, als die Aussage der Bitburger Geschäftsführung selbst. Man kann einem Kunden keinen „Systematisierungsgrad“ aufs Auge drücken, es sei denn die Brauerei hat eine vertraglich begründete Weisungsbefugnis. Ein solches Recht kann sich die Brauerei sichern, wenn Sie dem Gastronom eine erhebliche Finanzierung zur Verfügung gestellt hat. Aber Achtung – hier kann sich die Weisungsbefugnis allenfalls auf das Getränkegeschäft mit Bitburger „Gruppenmarken“ beziehen, keinesfalls auf das Management und die allgemeine Betriebsführung. „Wir wollen unseren Gastronomen einen Systematisierungsgrad geben, wie ihn die Systemgastronomie besitzt“ kann natürlich auch heissen: wir implementieren ein Franchisesystem, welches der getränkeorientierten Gastronomie einen Ausweg aus dem Nichtraucherdilemma bietet. Warum nicht, es wäre das erste Franchisesystem einer Brauerei mit Erfolgschancen. Aber auch hier aufgepasst: selbst die besten Geschäftsideen scheitern, wenn der Leistungsaustausch zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer nicht fair und ausgewogen ist und – das gilt für die Gastronomie in besonderem Maße – dem Gastronom nicht hinreichend Raum für individuelle Ausgestaltung gewährt ist.
Die hier sich andeutende Anforderung ist so komplex und von dezentraler Natur, dass man sich dies nur schwer in der Gedankenwelt einer Brauerei gut aufgehoben vorstellen kann. Für eine solche Aufgabenstellung ist allenfalls der gastronomieorientierte Getränkefachgroßhandel geeignet.

www.bitburger.de
Quelle: www.gastronomie.de

Mittwoch, 5 März 2008

Bierranking: Beck’s und Krombacher an der Spitze

Wiesbaden – Beck’s und Krombacher sind die beiden beliebtesten Biermarken aus Sicht des deutschen Handels. Das zumindest ist das Ergebnis einer Benchmarkstudie der Wiesbadener Marketingberatung UGW. Auf den weiteren Plätzen folgen Bitburger, Warsteiner, Paulaner und Veltins. Neu unter den Top 10 sind Franziskaner (Platz 9) und Jever (Platz 10), die sich hinter Radeberger (7) und Erdinger (8) platzieren konnten.

Den Sprung in die Top 10 verpasst hat Oettinger, obwohl die Preiseinstiegsmarke mit über 5 Mio. Hektolitern Ausstoß mittlerweile nach Krombacher die zweitgrößte Biermarke Deutschlands ist.

Grundlage der seit 1998 regelmäßig von UGW ermittelten Top 10 im deutschen Biermarkt ist eine ausführliche Befragung von 139 Entscheidern im Handel (Lebensmittelhandel und Getränkeabholmärkte). Sie hatten speziell das Marketing- und Vertriebspotenzial der Brauereien zu bewerten.

Quelle: www.ahgz.de

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