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Donnerstag, 12 Juni 2008

Rauchverbote und Umsätze im Gaststättengewerbe

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die Umsatzentwicklung in Ländern mit und ohne Rauchverbot in Gaststätten miteinander verglichen, um mögliche Auswirkungen der Nichtraucherschutzgesetze auf den Umsatz des Gaststättengewerbes festzustellen. In der getränkegeprägten Gastronomie gingen danach die Umsätze im 3.Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahresquartal in den Bundesländern mit Rauchverbot (Baden-Württemberg und Niedersachsen) real um 9,8 % zurück, in den übrigen Bundesländern dagegen um 6,8 %. Im 4. Quartal 2007 wurde auch in Hessen ein Nichtraucherschutzgesetz eingeführt. In diesem Quartal gingen in den Bundesländern mit Rauchverbot die realen Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal mit 14,1 % erneut stärker zurück als in den übrigen Bundesländern (–8,8%). Zur getränkegeprägten Gastronomie zählen unter anderem Schankwirtschaften, Diskotheken und Tanzlokale, Bars und Vergnügungslokale.

In der speisengeprägten Gastronomie, das heißt in Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben, war der Unterschied bei der Umsatzentwicklung zwischen Bundesländern mit und ohne Nichtraucherschutzgesetzen nicht so ausgeprägt. Im dritten Quartal 2007 hatte die speisengeprägte Gastronomie in Bundesländern mit Rauchverbot Umsatzrückgänge von 5,6 % zu verzeichnen und in den übrigen Bundesländern in Höhe von 5,7 %. Im 4. Quartal 2007 gingen dagegen die Umsätze in Bundesländern mit Rauchverbot um 6,3 % zurück und in den übrigen Bundesländern um 5,4 %.

Die Ergebnisse des 1. Quartals 2008 weisen wegen der aktualisierten Stichprobe noch große Schätzanteile auf und ermöglichen daher keine belastbaren Aussagen über die Entwicklung der Umsätze im Gaststättengewerbe getrennt nach Bundesländern mit und ohne Nichtraucherschutzgesetze.

Im gesamten Bundesgebiet setzten im 1. Quartal 2008 – in dem zum Quartalsende Nichtraucherschutzgesetze in 14 Bundesländern galten – die Unternehmen der getränkegeprägten Gastronomie real 4,6 % weniger um als im Vorjahresquartal. Hierbei ist zu beachten, dass das 1. Quartal 2007 aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung ein eher schlechtes Quartal für die getränkegeprägte Gastronomie war. In der speisen-geprägten Gastronomie gingen die Umsätze im 1. Quartal 2008 um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück.

Vergleicht man die Entwicklung der speisengeprägten mit der getränkegeprägten Gastronomie seit 2002, dann kann man feststellen, dass die getränkegeprägte Gastronomie sich insgesamt schlechter entwickelt hat.

www.destatis.de
Quelle: www.cafe-future.net

Dienstag, 10 Juni 2008

FDP sorgt sich um Wirte: „Gaststättenkultur gefährdet“

Berlin – Schlechte Zahlen für Deutschlands Wirte: Zwei Drittel aller Gastronomiebetriebe haben im Winterhalbjahr 2007/08 schrumpfende Erträge verzeichnet.

Ernst Burgbacher, der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, sieht mittlerweile sogar die deutsche Gaststättenkultur „gefährdet“. Der liberale Politiker wertet die schlechtesten Zahlen seit 2002 als „alarmierendes Signal.“

Burgbacher appelliert an die Bundesregierung, „unverzüglich das Steuer herumzureißen und die Bürger und Betriebe kurzfristig zu entlasten“. Gerade die Entwicklung in der Gastronomie belege, dass Berlins „Steuererhöhungs- und Verbotspolitik“ gescheitert ist und der Konsum nicht anspringt: „Das zeigt sich sehr deutlich in der Gastronomie.“

Quelle: www.ahgz.de

Donnerstag, 24 April 2008

Umfrage: Breite Ablehnung für Rauchverbote in Einraumkneipen

Hamburg – In einer Online-Umfrage auf www.toleranz-fuer-raucher.de, der Informationsplattform eines Zigarettenherstellers rund um das Thema Rauchen, lehnen 85 Prozent der Teilnehmer ein Rauchverbot in kleinen Kneipen ab, wenn diese nur über einen Gastraum verfügen und somit keinen Raucherraum einrichten können.

Die Mehrheit der Befragten gibt als Begründung an, dass das Rauchen für Raucher zum gesellschaftlichen Miteinander gehört. 77 Prozent der Befragten würden eine Gaststätte aufgrund des Rauchverbots nicht aufsuchen beziehungsweise verlassen. An der Online-Umfrage hatten 963 User teilgenommen, davon 753 Raucher; 148 Nichtraucher und 62 Gelegenheitsraucher.

www.toleranz-fuer-raucher.de
Quelle: www.ahgz.de

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