Berlin – „Wenn wir weiterhin business as usual machen, wird der heiße Sommer 2003 in 30 Jahren normal sein, noch später wird er als kühler Sommer gelten.“ Mit dieser Aussage rüttelte Manfred Stocks vom Institut für Klimafolgenforschung die Teilnehmer des 3. Hospitality Days bei der ITB in Berlin wach. Wie die Messe setzte sich auch die dritte Hotelkonferenz mit dem Thema Ökologie auseinander. Den Schwerpunkt bildete der „Hospitality Hot Spot“, der Umweltkonzepte der Hotellerie prüfte.
Die Vertreter verschiedener Unternehmen – darunter The Leading Hotels of the World, Hilton, Emirates und Siemens – hielten Lösungswege für einen umweltverträglichen Tourismus parat. Sie betonten die Nachhaltigkeit ihrer Konzepte und verwiesen darauf, dass beispielsweise Hotels am Meer in der Lage seien, ihre Klimaanlage mit Hilfe von Meerwasser zu betreiben. Auch Solarzellen seien zukunftsweisend. Das Fazit: Es gibt keinen anderen Weg als den grünen.
Doch auch wenn hier und da im Tourismus der ökologische Weg beschritten wird, tun sich viele Unternehmen noch schwer, energiesparende Lösungen zu finden. Auch wenn diese ihre Kosten senken würden. Das wurde bei der Podiumsdiskussion „Hotels unter Kostendruck – Wie helfen Industrie und Forschung, das effiziente Hotel zu bauen?“ deutlich. Die Mehrheit sprach sich für technische Maßnahmen aus. Doch mahnte Otto Lindner, Vorstand der Lindner Hotels in Düsseldorf: „Ökologie muss auch ökonomisch bleiben.“
Quelle: www.ahgz.de